UNESCO-Stadt Krumau
Die erste Erwähnung von Böhmisch Krummau stammt von 1253, als man von dem Burgherr Witigo von Krummau spricht. Die ursprüngliche Siedlung, vorteilhaft an der Handelsstraße zwischen den Moldaumäandern gelegen, existierte schon im Jahre 1274; bereits 1309 wurde sie als Stadt bezeichnet. Damals gehörte die Herrschaft schon sieben Jahre lang den Herren von Rosenberg, den Verwandten der ausgestorbenen Herren von Krummau. Schon im Mittelalter wurde Böhmisch Krummau zum wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt der weiteren Umgebung und die regen unternehmerischen Aktivitäten seiner Einwohner wirkten sich günstig auf das ganze Aussehen und die Anziehungskraft der Stadt aus, die dadurch zu den bedeutendsten ihrer Zeit in Böhmen wurde.
Seit Jahrhunderten gilt das kleine Städtchen an der Moldau als “Perle des Böhmerwaldes” - und das nicht nur wegen der einzigartigen Lage in einer Moldau (Vltava)-Schleife. Die UNESCO 1992 bezeichnete die gesamte Innenstadt als Weltkulturerbe: Das Ensemble von 300 historischen Häusern mit dem Schloss- und Burgkomplex beeindruckt jeden Besucher auf Anhieb. In Cesky Krumlov/Krummau ist nur das eine oder andere Haus aus Gotik und Renaissance gut erhalten: Die komplette Innenstadt steht unter Denkmalschutz.
Die verwinkelten Gässchen, die hölzernen Balkone, die weiß oder farbig getünchten Häuser lassen in der warmen Jahreszeit mediterranes Flair aufkommen. Die Straßencafés und Biergärten hauchen dem Städtchen jeden Tag aufs Neue pulsierendes Leben ein - und wenige Meter weiter sorgen Moldau und Wälder für Ruhe und Beschaulichkeit.















